Tierschutz- Bestimmungen

Sowohl Rauchwarenhändler wie auch Kürschner sind daran interessiert, dass die Wildtierarten nicht aussterben

Die Verminderung des Wildbestandes hat zwei Ursachen: 1.) Veränderung der Umwelt zum Beispiel die zunehmende Kultivierung weiter Landstriche, die Tieren ihren natürlichen Lebensraum nimmt. 2.) Übermäßige Ausbeutung - rücksichtslose Jagd auf verschiedene Tierarten zum Beispiel die Waljagd (Tran), Nashorn (Horn), Seebär/Seal (Fell). Aus diesen Gründen hat man schon im vorigen Jahrhundert begonnen Tierbestände zu schützen. (1911 Seebär/Seal Beringseevertrag, 1912 Zobel, 1917 Chinchillas, 1964 Seehunde/Robben). Schließlich wurde 1973 in Washington “das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen”, kurz W.A. genannt, abgeschlossen. Dieses Washingtoner Abkommen regelt den Handel mit Fellen bedrohter Tierarten und tritt an die Stelle der freiwilligen Vereinbarung von 1971 in der schon auf bestimmte Pelztiere (Tiger, Schneeleopard, Schildkrötenleopard/ Nebelparder, La-Plata- Otter und Riesenotter/Ariranha) verzichtet wurden. In Deutschland tritt das W.A. 1976 in Kraft. Anhang A bzw. 1: Vollkomen geschützte Tiere, die unmittelbar vom Aussterben bedroht sind. Zum Beispiel Tiger, Jaguar und Gepard Anhang B bzw. 2: Sind Arten aufgeführt die noch nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht sind, bei denen aber eine negative Tendenz bereits erkennbar ist. Deshalb wird der Handel mit diesen Arten rechtzeitig kontrolliert, um sie vor dem Aussterben zu schützen. (Puma, Guanako und südlicher Seebär) Anhang C bzw. 3: Sind Arten die nur auf Vorschlag einzelner Ursprungsländer im Handel kontrolliert werden sollen (Honigdachs- Ghana) Für die Aus- und Einfuhr dieser Tiere sind Bewilligungen = CITES- Bescheinigungen der wissenschaftlichen und staatlichen Behörden notwendig. Hat sich eine bedrohte Tierart wieder aureichend vermehrt, so kann sie durch internationalen Beschluss von Anhang 1 zu Anhang 2 versetzt werden. Ist eine Tierart in ihrer Gesamtheit nicht gefährdet, stehen aber einzelne Unterarten vor der Ausrottung, so sind nur diese geschützt. Spezielle Zolldienststellen haben dann in jedem Unterzeichnerstaat für die Einhaltung der Bestimmungen zu sorgen. Besitzt man ein Kleidungsstück von einer geschützten Art, z.B. Katzenmantel, das vor dem Eintreten der W.A.- Regelungen erworben/ gearbeitet wurde und möchte dieses Kleidungstück nun verkaufen benötigt man von der zuständigen Naturschutzbehörde, die schon oben genannte CITES- Bescheinigung. Eine Umarbeitung solcher Bekleidungsstücke darf ein Kürschnerbetrieb nur dann durchführen wenn kein neues Fellmaterial benötigt wird. Möglichkeiten sich diesen Wert zu erhalten wären: das Färben des Materials, um es dann zu einem Innnefutter mit Stoffhülle zu arbeiten oder das Arbeiten von Accessoires wie zum Beispiel Pelzdecken, Pelzkissen, Krägen und Klappmanschetten.

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