25 Jahre Pelz-Atelier Gerner

Augsburger Allgemeine

Im Jahre 1986 wagte Hans-Peter Gerner, damals frisch gebackener Kürschnermeister, den Sprung in die Selbstständigkeit. Als Geschäftssitz wählte er die Ulmer Straße 152 in Kriegshaber, den Ort seines Lebensmittelpunktes und den seiner Eltern, die in dem Augsburger Vorort verwurzelt sind. Zusammen mit seinem Schwager verwandelte er einen Rohbau, den er damals käuflich erwarb, innerhalb von wenigen Wochen in ein modernes und attraktives Pelzgeschäft.

Der Wille und das Vertrauen in das eigene Können wurden schnell belohnt: Beinahe vom ersten Tag an übertrafen die Arbeitsaufräge das mögliche Arbeitspensum. Neben seiner kreativen Tätigkeit und der Geschäfsführung stellte Hans-Peter Gerner seine Arbeitskraf auch in den Dienst der gesamten Branche: von Beginn an engagierte er sich in der Kürschner-Innung Schwaben, zunächst als Pressesprecher und Modewart, dann als stellvertretender Obermeister und Modewart der gesamtbayerischen Innung. Heute ist der Augsburger Kürschnermeister Vorsitzender des Modeausschusses im Zentralverband des deutschen Kürschnerhandwerks, Mitglied in der Vereinigung Initiative Pelzgestaltung und stellvertretender Vorsitzender des DPI (Deutsches Pelz Institut). In dem noblen Fachgeschäf in der Ulmer Straße sind zur Zeit sechs Mitarbeiter beschäfigt, die Stammkundendatei umfasst 3000 Personen. Seit zwei Jahren wird Hans-Peter Gerner zudem von seiner Tochter Natalie unterstützt. Sie erlernte den Beruf des Kürschners in Hockenheim und Mannheim. Ihren Abschluss krönte sie als Kammersiegerin von Baden-Württemberg und zweite Bundessiegerin.

Die sozusagen doppelte Kompetenz der Familie Gerner in Kreativität und Ästhetik auf dem Gebiet der Pelzmode mündete in den letzten Jahren in zahlreichen Auszeichnungen. Schon zwei Jahre nach der Unternehmengründung gewann HansPeter Gerner die erste Goldmedaille für seine Anfertigungen. Von 1991 an folgen mehrere SAGA- und SWAKARA-Preise und ein Mode-Oscar, von 1991 bis 2008 jährlich die Goldmedaille für hervorragende modische Leistungen. Sowohl 2010 als auch 2011 ging der hochkarätige Platin-Preis des „International german fur award“ an die Augsburger Kürschnerei. Eine hochkarätige Jury bewertete jeweils die anonym eingesandten Modelle und vergab in den Gruppen „Free-Style“, „Experimental“, „Future“ und „Fiktion“ jeweils drei Awards. Dieses Jahr wurde er dem Pelz-Atelier Gerner für eine gefärbte Rotfuchswendejacke in der Gruppe „Fiktion“ (Materialgruppe) verliehen.

Dieses Siegermodell gewann auch den begehrten Ersten Preis beim erstmalig in Frankfurt/Main veranstalteten internationalen „Red Fox Award 2011“. Dieser Wettbewerb prämiert innovative Pelzkreationen, die aus Rotfuchsbälgen von weidgerecht erlegtem Fuchs aus heimischen Revieren gefertigt werden. Der Preis ist eine gemeinsame Initiative der Branchenzeitschrif WILD UND HUND, des Zentralverbandes des Kürschnerhandwerks und dem Deutschen Pelzinstitut.

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