Ausgezeichnet und spendabel

Augsburger Allgemeine Zeitung

Das Pelz-Atelier von Kürschnermeister Hans-Peter Gerner in der Ulmer Straße macht gleich auf zweierlei Weise von sich reden: Erstens sahnte die Firma die höchste Auszeichnung seit ihrer Gründung vor 25 Jahren bei einem internationalen Designwettbewerb ab. Und jetzt spendete Gerner auch noch 2100 Euro aus dem Erlös einer kreativen Aktion an den Bunten Kreis. „International german fur Award“ heißt der Preis des Deutschen Kürschnerhandwerks, bei dem eine international besetzte Jury die anonym eingesandten Modelle in vier Kategorien bewertet. Sechs Modelle aus dem Hause Gerner wurden nominiert. In der Gruppe Future (Mäntel) gewann Gerner den Gold Award 2010 für einen rillierten degradé Nerz. Degradé bedeutet in der Sprache der Mode Farbverlauf; das Material beginnt hell und wird immer dunkler. In der Gruppe Fiktion (Material) bekam das Augsburger Unternehmen den Platin Award für eine Kalgan-Wendejacke in Bubbletechnik. Kalgan ist eine Lammfellsorte. Dieser Platin Award ist die höchste Auszeichnung in der Firmengeschichte. Derart beflügelt hatte Firmenchef Hans-Peter Gerner eine kreative Idee. Er dekorierte sein Schaufenster in Kriegshaber mit „Schneeflocken“ aus Pelzbommeln – doch diese brauchten auch Abnehmer. Für eine Spende von 15 Euro und somit weit unter Ladenpreis konnten Kunden und Kundinnen sie als Anhänger oder – gerade top-in – für Mützen erwerben. Und so konnte Hans-Peter Gerner schließlich zusammen mit Natalie Gerner (Kürschnergesellin) 2100 Euro an Cornelia Spilger von der Hilfsorganisation Bunter Kreis übergeben, die sich um schwer kranke Kinder und deren Familien kümmert. (kru)

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