Pelzige Auszeichnung

Augsburger Allgemeine Zeitung

Auszeichnung für den Augsburger Kürschnermeister Hans-Peter Gerner: Seine Firma erhielt kürzlich anlässlich des Internationalen Modellwettbewerbs des Deutschen Kürschnerhandwerks für vier Modelle der aktuellen Kollektion eine Goldmedaille. Besonders stolz ist Gerner auf die Auszeichnung eines weißen italienischen Breitschwanzmantels mit Nerzkragen. Dieses Modell erinnere an einen Steppmantel — in der Pelzmode sei dies ein Novum, erläuterte Gerner. «Auch die anderen ausgezeichneten Modelle glänzen durch einwandfreie Verarbeitung sowie modisches Design», sagte er.

Pelze sind wieder in. Lange Zeit waren sie verpönt, mittlerweile sind sie trotz der Proteste von Tierschützern von den Laufstegen nicht mehr wegzudenken. Fast alle renommierten Designer arbeiten damit. Hans-Peter Gerner kennt sich gut damit aus. Grundsätzlich, sagt er, gehe die Pelzmode Hand in Hand mit Trends der Damen- und Herrenoberbekleidung. Bor allem aus den 60er und 80er Jahren würden modische Elemente übernommen. Mit der Kritik an echten Pelzen, die immer noch geübt wird, geht Gerner offen um: Er versucht, Kunden über die Herkunft der Tierfelle aufzuklären. Der Großteil der Pelze, die von seiner Firma verarbeitet werden, stamme aus Nahrungsmittelproduktion.

Bei Nerzen lege er Werd darauf, nur äußerst teure Exemplare zu verarbeiten. Diese stammen laut Gerner aus Zuchtbetrieben, die für eine artgerechte Haltung sorgen und ständigen veterinär-amtlichen Kontrollen unterliegen.

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